Verhütung
Will man unter keinen Umständen schwanger werden, ist es mit der bloßen Bebachtung des Körpers auf Anzeichen für die fruchtbaren Tage - und mit Enthaltsamkeit zu dieser Zeit - nicht getan. Die Liste der Verhütungsmittel ist mittlerweile lang:
Hormoneller Schutz:
- Antibabypille: Sie ist seit den 60er-Jahren auf dem US-Markt. Bei regelmäßiger, zuverlässiger Einnahme die sicherste Verhütungsmethode.
- Antibaby-Pflaster, Drei-Monats-Spritze, Hormonimplantate und -spiralen, Verhütungsringe. Ebenfalls sehr sicher!
Mechanische Verhütung:
- Spirale: In die Gebärmutter eingesetzt gibt der Kupferdraht ständig geringe Mengen des Metalls ab. Das "lähmt" die Spermien und aktiviert das weibliche Immunsystem, sich mit Abwehrzellen gegen Spermien zu wenden. Weitere Informationen finden Sie unter www.kupferspirale.de. Ist sehr sicher.
- Hormonspirale: Weiterentwicklung der Spirale, die ständig etwas Gestagen abgibt. Sehr sicher.
- Kondome: Schützen nicht nur vor Krankheiten, sondern auch vor ungewollter Schwangerschaft. Aber: Missgeschicke (gerissene Kondome etc.) kommen immer wieder vor.
- Femidom, Diaphragma, Portiokappe: Kondome für die Frau, die in die Scheide eingeführt werden. Etwa so (un-)sicher wie ein normales Kondom.
Natürliche Verhütung:
- Coitus interruptus: Vor dem Samenerguss zieht der Mann den Penis aus der Scheide der Frau.
- Knaus-Ogino: Enthaltsamkeit während der fruchtbaren Tage
- Verhütungscomputer: Durch Hormon- und/oder Temperaturmessungen werden die fruchtbaren Tage errechnet.
Alle natürlichen Methoden sind schonend, aber sehr unsicher.
Chemische Verhütung:
- Zäpfchen, Tabletten, Cremes, Gels, mit spermiziden Mitteln getränkte Plättchen und Schwämme sollen die Spermien abtöten. Diese Methoden sind sehr unsicher.
Sterilisation:
- Bei der Frau: In einer Operation wird der Eileiter der Frau geschlossen. Es kommt immer noch zum Eisprung, an der operierten Stelle bleibt die Eizelle jedoch stecken und löst sich auf.
- Beim Mann: Im Vergleich zur Sterilisation der Frau ein sehr kleiner Eingriff, bei dem die Samenleiter geschlossen werden. Der Körper produziert weiterhin Samen, der sich an der Schnittstelle staut und wieder abgebaut wird.
