Der weibliche Zyklus
Man geht beim weiblichen Zyklus meist von etwa 28 Tagen aus - da aber kein Körper dem anderen gleicht, ergeben sich hier natürlich individuelle Abweichungen. Intervalle zwischen 25 und 35 Tagen gelten als völlig normal. Zur Berechnung des Zyklus zählt man ab dem ersten Tag einer Periode bis zum ersten Tag der darauf folgenden Menstruation.
Zwischen diesen beiden Zeitpunkten reifen durch Hormone angeregt in den Eierstöcken einer Frau Eizellen heran, die vom Mann befruchtet werden können. Neue Blutgefäße bilden sich, Schleimhautdrüsen wachsen. In der Mitte des Zyklus ist es dann so weit: Die gereifte Eizelle löst sich vom Eierstock (Ovarium). Diesen Moment nennt man Eisprung - oder Ovulation. Jetzt wird auch verstärkt das Gelbkörperhormon Progesteron ausgeschüttet.
In der darauf folgenden Zeit macht sich die Eizelle auf den Weg zur Gebärmutter (Uterus). Jetzt kommt auch das Progesteron wieder ins Spiel: Unter seinem maßgeblichen Einfluss und unter Mithilfe weiterer Hormone ist die Gebärmutter bereits für die Aufnahme der Eizelle vorbereitet, wenn sie eintrifft. Wird das Ei jetzt befruchtet, nistet es sich in der Gebärmutterschleimhaut ein.
Bleibt es unbefruchtet, fährt der Körper die Progesteron-Ausschüttung wieder zurück. Durch die reduzierte Progesteronmenge im Körper ziehen sich die Arterien der Gebärmutter zusammen - und durch die schlechtere Sauerstoffversorgung stirbt die obere Schicht der Gebärmutterschleimhaut wieder ab. Ihre Reste werden mit der Regelblutung abgestoßen, die meist zwischen drei und sieben Tage andauert. Am Ende der Blutung wird aber bereits schon wieder neue Gebärmutterschleimhaut aufgebaut, und die Blutung stoppt. Der Kreislauf beginnt wieder von vorne - durchschnittlich etwa 30 Jahre lang bis zu den Wechseljahren, der Menopause.
Ist der Zyklus sehr unterschiedlich, kann das am Hormonspiegel liegen. Aber auch Über- oder Untergewicht, ebenso wie Stress wirken auf den weiblichen Organismus ein. Nur ein Arzt kann feststellen, ob alles in Ordnung ist. Auch Schmierblutungen (Blutungen mit bräunlichem Blut statt hellrotem) sind relativ häufig - meist jedoch harmlos. Häufig sind sie nur ein Anzeichen für den Zeitpunkt des Eisprungs oder dafür, dass die nächste Periode bevorsteht. Dauern sie jedoch länger also zwei Tage an, sollte ein Frauenarzt die Ursache klären. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.schmierblutungen.de.
