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Neue Studie zum Thema Schwangerschaft und Chemotherapie
Auf der Breast Cancer Conference in Barcelona wurde nun eine neue Studie präsentiert, die schwangeren Frauen mit Brustkrebs Mut machen sollte – demnach können Frauen auch in der Schwangerschaft mit einer Chemotherapie behandelt werden, ohne dass diese chemische Keule dem ungeborenen Kind schadet. Dabei handelt es sich um eine wegweisende Neuigkeit aus der Krebsheilkunde. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 235 betroffene Frauen untersucht, die zwischen den Jahren 2003 und 2009 mit einer Chemotherapie behandelt wurden, die alle durchschnittlich 33 Jahre alt und in der 23. Woche schwanger waren. 91 der Frauen wurden dabei sogar mit zwei Chemotherapiezyklen behandelt.
Während man zunächst gedacht hat, dass die Chemotherapie für das leichte Untergewicht, drei Alozepie-Erkrankungen und zwei Todesfälle unter den Neugeborenen verantwortlich ist, stellte sich später heraus, dass dies statistisch gesehen durchaus im Rahmen ist. Was den Zeitplan angeht, so sollte die Behandlung genauso wie bei jenen Brustkrebspatientinnen erfolgen, die nicht schwanger sind.
Schwangerschaft – Fettleibigkeit erhöht Risiko von Herzfehlern beim Kind
Wie eine amerikanische Studie nun belegt, erhöht die Fettleibigkeit bei schwangeren Frauen das Risiko von Herzfehlern beim Kind – demnach steigt das Risiko bei dieser Personengruppe um rund 15 Prozent. Insgesamt haben die Forscher dabei die Daten von rund 63.000 Babys ausgewertet, wovon etwa 56.000 Babys ohne Herzfehler und 7400 mit Herzfehler zur Welt kamen. Dabei steigt das Risiko weiter an, je mehr Übergewicht die schwangeren Frauen haben. Bewegt sich die Fettleibigkeit im mäßigen Bereich, liegt das Erkrankungsrisiko für das Kind bei rund 10 Prozent, während das Risiko bei Frauen mit extremen Übergewicht bei 30 Prozent liegt.
Der Diagnose von Fettleibigkeit liegt der Body-Mass-Index (BMI) zugrunde, wobei das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird. Eine Frau gilt dann als extrem fettleibig, wenn der BMI bei über 35 liegt.
Alkoholkonsum während der Schwangerschaft erhöht Risiko für Epilepsie beim Kind
Wie eine kanadische Studie nun belegt tritt Epilepsie häufiger bei jenen Kindern auf, deren Mütter während der Schwangerschaft Alkohol zu sich genommen haben. Während in der durchschnittlichen Bevölkerung weniger als ein Prozent der Menschen Epilepsie entwickeln, tritt bei Personen mit so genannten Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorder, FASD) in sechs Prozent der Fälle Epilepsie auf. Und rund 12 Prozent der FASD-Patienten erleiden in ihrem Leben mindestens einmal einen epileptischen Anfall. Dabei steigt die Wahrscheinlichkeit, an Epilepsie zu erkranken an, wenn die Ungeborenen während dem ersten Drittel oder auch während der gesamten Schwangerschaft Alkohol ausgesetzt waren. Diesen Beitrag weiterlesen »
Cola erhöht das Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes
Wenn Frauen während der Schwangerschaft zu Cola greifen, so tun sie sich damit nichts Gutes, denn das sehr zuckerhaltige Erfrischungsgetränk erhöht das Risiko, im Laufe der Schwangerschaft an der so genannten Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Erstmals wurde dieser Zusammenhang nun von Forschern der Louisiana State University in New Orleans belegt, die im Rahmen der “Nurses Health Study” über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten mehr als 13.000 Frauen untersucht hatten. Dabei wurden andere Risikofaktoren für eine Schwangerschaftsdiabetes bewusst außen vor gelassen, damit man am Ende ein unverfälschtes Ergebnis erhält.
Demnach erkranken Frauen, die während der Schwangerschaft mehr als fünf Gläser Cola in der Woche trinken, fünfmal häufiger an der Schwangerschaftsdiabetes als diejenigen, die weniger als einmal im Monat Cola trinken. Mal abgesehen davon ist Cola aufgrund des hohen Zuckergehalts und der chemischen Inhaltsstoffe ohnehin nicht unbedingt „das gelbe vom Ei“. Und auch unabhängig von dem Risiko, eher an einer Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, ist das Trinken von koffeinhaltigen Getränken, also auch Kaffee und Co., während der Schwangerschaft generell nicht gesund – unter anderem kann zu viel Kaffee auch das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.
Graue Haare sind bei Frauen genetisch bedingt
Bei Männern gelten graue Haare im Allgemeinen als sexy, attraktiv oder auch interessant. Bei Frauen sieht das Ganze dann allerdings schon wieder anders aus, denn hier verbindet man die grauen Haare oft mit dem Seniorenalter. Daher stehen relativ wenig Frauen zu ihrem grauen Schopf, sondern färben sich die Haare regelmäßig. Wissenschaftler haben nun jedoch herausgefunden, dass die grauen Haare bei Frauen nicht durch Stress oder eine Mangelernährung hervorgerufen werden, sondern vielmehr genetisch bedingt sind. Um dies herauszufinden haben die Wissenschaftler zahlreiche weibliche Zwillingspärchen über einen längeren Zeitraum beobachtet und untersucht. Diesen Beitrag weiterlesen »
Multiple Sklerose – Kein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko
Wie eine Studie nun belegt besteht bei Frauen, die an multipler Sklerose erkrankt sind, kein erhöhtes Schwangerschaftsrisiko. Im Rahmen dieser Studie wurden die Entlassungsdiagnosen von 18,8 Millionen Frauen aus insgesamt 38 US-Staaten ausgewertet, darunter auch 10.000 Frauen, die an multipler Sklerose erkrankt sind. Vor der Entbindung mussten diese jedoch häufiger ein Krankenhaus aufsuchen und auch eine intrauterine Wachstumsstörung kam bei den Kindern dieser Frauen öfter vor. Darüber hinaus wurde bei den betroffenen Patientinnen häufiger ein Kaiserschnitt durchgeführt.
Allerdings war bei diesen Frauen weder das Risiko für eine Schwangerschaftsgestose, noch für einen Blasensprung erhöht – hier sind es eher jene Frauen, die schon vor der Schwangerschaft an Diabetes erkrankt waren, die zu diesen beiden Problematiken während der Schwangerschaft tendieren. Auch Epileptikerinnen neigen übrigens nicht zu diesen beiden Schwangerschaftsrisiken.
Erste Studie zu Schweinegrippe-Impfstoff
Nun liegt auch die erste Studie über die Wirkungsweise des Schweinegrippen-Impfstoffes bei Schwangeren vor. Die US-National Institutes of Health haben Anfang September dieses Jahres damit begonnen, 120 schwangere Frauen nach der verabreichten Impfung gegen die Schweinegrippe zu beobachten, bzw. sie in bestimmten Abständen nach diesem Zeitpunkt zu untersuchen. Die nun gemachten Angaben beruhen auf den Untersuchungsergebnissen von 50 dieser Frauen. Diese wurden etwa drei Wochen nach der Impfung untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Wirkstoff auch schon in einer niedrigen Dosierung seine volle Wirkung entfaltet.
Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe enthält abgetötete Erreger, so dass man nicht davon ausgeht, dass das ungeborene Kind damit infiziert werden kann. Darüber hinaus enthält der Impfstoff für Schwangere auch keine Wirkungsverstärker und Konservierungsmittel. In Düsseldorf werden impfwillige Schwangere dagegen abgewiesen, weil bislang noch keinerlei Erfahrungswerte mit dem Impfstoff Pandremix vorliegen. Und da es auch keinen alternativen Wirkstoff gibt, empfiehlt man den schwangeren Frauen dort, lieber noch etwas zu warten.
