Stillen wird überbewertet

Für viele Mütter stellt das Stille nach der Geburt ihres Kindes ein Problem dar – nicht etwa, weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht können. In einigen Fällen will die Muttermilch einfach nicht fließen oder aber es treten Schmerzen beim Stillen auf. Die meisten Mütter fühlen sich schlecht dabei, wenn sie ihr Kind nicht stillen, zumal auch immer wieder davon zu hören ist, dass das Stillen so viele Vorteile für Babys hat. Ein norwegisches Forscherteam hat nun allerdings herausgefunden, dass diese Vorteile zum Teil auch einfach überbewertet werden. Demnach habe sich im Verlauf einer Studie gezeigt, dass das Stillen zum Beispiel nicht zwangsläufig auch das Risiko beim Neugeborenen mindert, an Asthma und Allergien zu erkranken.

Im Rahmen dieser Studie wurden insgesamt 17.000 Frauen samt ihren Kindern untersucht, bis diese sechs Jahre alt waren. Darüber hinaus liegt es nicht immer an der Mutter, wenn es mit dem Stillen nicht klappt, sondern vielmehr an den Hormonen – denn diese sind dafür zuständig, dass sich das Drüsengewebe in der Brust aufbaut. Wenn dann also zu geringe Mengen des dafür verantwortlichen Hormons produziert werden, so erschwert dies auch das Stillen.

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