Bestimmung der fruchtbaren Tage
Warum produzieren Männern ständig Spermien, während Frauen nur an wenigen Tagen in einem Zyklus fruchtbar sind?
Der Körper der Frau versucht, einen für die Schwangerschaft optimalen Zustand zu schaffen. Besonders wichtig ist hierbei die Gebärmutterschleimhaut, in die sich das Spermium einnistet. Da die Gebärmutterschleimhaut nicht lange Zeit über in perfektem Zustand erhalten werden kann, muss sie immer wieder abgestoßen und frisch nachgebildet werden.
Viele Frauen spüren zwischen acht und zehn Tage nach der Regel (etwa dem 14. Tag des Zyklus) den Moment des Eisprungs als schwachen Schmerz im Unterleib. Jetzt ist die fruchtbarste Zeit. Einige bekommen sogar leichte Blutungen.
Messbar wird der Moment des Eisprungs durch ein einfaches Fieberthermometer: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte die Körpertemperatur innerhalb von 48 Stunden nach dem Eisprung ansteigen. Zur Zeit der Ovulation liegt die Körpertemperatur um 0,5 Grad über der normalen Körpertemperatur. Derartig genaue Messungen sind allerdings nur im Mund oder rektal, also im Po, messbar. Um sinnvolle Vergleichwerte zu haben, sollte sie immer zur gleichen Zeit (am besten vor dem Aufstehen) und auf die gleiche Art gemessen werden.
Eine weitere Kontrollmöglichkeit ist die Beobachtung des Zevixschleims, der den Unterleib der Frau vor Infektionen schützt, indem er eine undurchdringbare Barriere für Bakterien & Co. bildet. Während am Anfang des Zyklus die Scheide relativ trocken ist und nur wenig Zervixschleim austritt, wird während der Eisprung-Phase vermehrt Schleim gebildet und abgesondert, der zu diesem Zeitpunkt auch dünnflüssiger und glasklar ist - so können an den fruchtbaren Tagen Spermien hindurch gelangen und werden durch ihn zusätzlich geschützt. Am Ende des Zyklus ist er wieder weißlich, geringer und klumpig.
